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Becken-Schiefstand bei jedem dritten Kind

Die Ergebnisse des 2011 durchgeführten Becken-Screenings,
mit Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren, zeigten einen Becken-Schiefstand
mit Beinlängendifferenz bei jedem dritten Kind.

Davon benötigen 98% keine Schuhsohlenerhöhung
98% aller untersuchten Kinder mit einem Becken-Schiefstand hatten eine sogenannte funktionelle, scheinbare Beinlängendifferenz.
Das Becken war in sich verdreht und die Beine hingen dadurch auf unterschiedlicher Höhe,
woraus sich eine addierende Beinlängendifferenz ergab.
Nur 2 % der Kinder hatten ein tatsächlich anatomisch kürzeres bzw. längeres Bein,
was in der Regel vom Orthopäden mit einer Schuhsohlenerhöhung versorgt werden sollte.

Schmerzfreies Risiko
Auffällig war, dass mind. 70% der Kinder mit einer Beckenverdrehung schmerzfrei sind.
Das birgt die Gefahr, dass eine solche Skelettveränderung vom Kind und den Eltern leicht übersehen werden kann.
Bei den wenigen Kindern mit Schmerzen, war überwiegend der Kopf und die Knie betroffen.
Rückenschmerzen im Brustwirbelsäulenbereich gaben die Kinder in nur seltenen Fällen an. Keins der Kinder mit Schmerzen deutete auf das Becken.

Fachgerechte Behandlung
Bei den Kindern mit einer nur scheinbaren Beinlängendifferenz konnte das verdrehte Becken mit einer fachgerechten, manuellen Gelenkkorrektur vom Therapeuten wieder zurückbewegt werden. Der Becken-Schiefstand war dann in der Regel auch sichtbar aufgehoben.
Viele Eltern freuten sich, ihr Kind wieder „gerade“ mit nach Hause nehmen zu können.
Dennoch können Stürze oder andere Ereignisse mit stark wirkenden Kräften auf den Bewegungsapparat erneute Beckenverdrehungen mit resultierendem Beckenschiefstand bei den Kindern auslösen.

Regelmäßig Beckenschiefstände ausschliessen
Da erworbene Becken-Schiefstände mit Wirbelsäulenverkrümmung eine Primärursache für spätere, chronische Krankheitsbilder am Bewegungsapparat sein können, ist unsere Empfehlung, in regelmäßigen Abständen (alle 6-12 Monate) eine Kontrolle der Kinder durchzuführen, um erneute Becken-Schiefstände auszuschliessen.
Sollten Sie als Eltern bei Ihren Kindern Schmerzen, Schiefstände oder Bewegungseinschränkungen erkennen, können spontane Untersuchungen auch vorzeitig durchgeführt werden.

Beschwerdefreie Zukunft
Präventiv gesehen haben Vergleichsländer bereits gezeigt, dass wir mit diesen Maßnahmen eine große Chance haben, unnötige Leiden und anfallende Kosten für spätere Bandlungen im Erwachsenenalter zu minimieren.